Kevin Kuranyi さんのプロフィールDer Weg zur WMフォトブログリスト ツール ヘルプ
7月31日

Ich freue mich auf die Bayern

Liebe Freunde,
 
der Countdown läuft. Noch 12 Tage bis zum Saisonstart. Aber das „Vorspiel“ hat es in sich. In Deutschland hat der Ligapokal begonnen. Nichts für schwache Nerven...
Im Vorrundenspiel gegen Leverkusen hieß es 1:1 nach 90 Minuten, das Elfmeterschießen musste entscheiden. Unglaubliche 22 Strafstöße folgten, ehe wir als Sieger der Nervenschlacht feststanden.
 
Leider konnte ich nicht mitwirken, da ich wie mein Kollege Lincoln aufgrund einer roten Karte aus dem Vorjahr für das erste Spiel in diesem Wettbewerb gesperrt war. Aber auf der Tribüne im neuen Düsseldorfer Stadion zu sitzen war doppelte Strafe. Nicht nur wegen der großen Hitze kamen wir beide unter dem Tribünendach ganz schön ins Schwitzen.
 
Aber abgehackt. Wir blicken nach vorne. Wir stehen im Halbfinale des Ligapokals, treffen dort am Mittwoch auf den Double-Sieger der Vorsaison, den FC Bayern München. Das wird ein großer Fußball-Abend. In der Allianz-Arena wollen wir für den ersten großen Paukenschlag in der Vorbereitung sorgen, und damit ins Finale einziehen, das am kommenden Samstag in Leipzig ausgetragen wird. Wir wollen unseren Titel verteidigen.
 
Gerade jetzt, als ich auf der Tribüne saß und zum Zuschauen verurteilt war, habe ich mir viele Gedanken über Kevin Kuranyi gemacht und mir fest vorgenommen, dass meine Fans einen anderen Kevin sehen sollen als im letzten Jahr. Noch motivierter, noch torhungriger, noch gieriger.
 
Herzlichst
Euer Kevin Kuranyi
7月17日

Wir wollen ein Traum-Duo werden

Liebe Freunde,
 
die WM ist gerade erst eine Woche vorbei und doch schon wieder so lange her. Mich hat der Fussballalltag längst eingeholt, wir sind mit Schalke 04 im Trainingslager in Bad Radkersburg.
Trotzdem ist die WM noch nicht vorbei. Bei uns fehlen noch die beiden WM-Teilnehmer Gerald Asamoah und Mladen Kristajic. Mladen hat uns kurz besucht, wir haben ihn natürlich ein wenig geärgert, weil er mit Serbien-Montenegro sang- und klanglos ausgeschieden ist. Dass ich nicht dabei sein durfte, habe ich längst abgehakt. Dennoch will ich noch eine Geschichte erzählen, die mich wirklich erfreut hat. Mike Hanke, der Ex-Schalker und jetzige Wolfsburger Stürmer, hat mich angerufen und sich geradezu entschuldigt, dass er bei der WM dabei sein durfte und ich nicht. Ich habe ihm nur geantwortet, dass er ja nichts dafür könne und sich keine Gedanken machen soll. Menschlich fand ich es dennoch einen tolle Geste, dass er, der gerade auf der Sonnenseite steht, auch an die denkt, die gerade im Schatten stehen. Das ist wichtig, nie den Boden zu verlieren. Ich handhabe es genauso.
 
Zurück zum Trainingslager: Nach zwei Siegen gegen Lippstadt und Karlsruhe haben wir unsere erste Niederlage gegen Sigma Olmütz kassiert. Das 0:1 ist nicht schlimm, weil wir in der Trainingsarbeit andere Schwerpunkte setzen. Unserem Trainer Mirko Slomka geht es darum, das Freilaufverhalten einzustudieren und mit zwei Ballkontakten zu spielen, so dass unser Spiel schneller wird. Zum einen gilt dann die Konzentration diesen Vorgaben, zum anderen fehlen uns natürlich noch einige Spieler. Frank Rost zum Beispiel blieb ganz draussen.
Auch ich muss mich an einen neuen Sturmpartner gewöhnen, mit dem ich sicherlich glänzend harmonieren werde. Halil Altintop, der trotz Kaiserslauterns Abstieg eine grossartige Saison gespielt hat, hat sich schon sehr gut integriert. Dass noch nicht alles reibungslos rund läuft, versteht sich von selbst. Noch haben wir Zeit bis zum Bundesliga-Auftakt. Ich bin sicher, dass wir von Spiel zu Spiel besser harmonieren und dann ein neues Traum-Duo werden können.
 
Herzlichst Euer Kevin Kuranyi
7月10日

Ich hoffe, die Party geht weiter

Liebe Freunde,
 
eine gigantische WM ist zu Ende gegangen. Italien hat sich in einem dramatischen Finale nach Elfmeterkrimi den Titel gesichert. 1990 haben wir in Italien die Weltmeisterschaft gewonnen. 2006 haben es die Italiener uns nach getan. Seit 1982 haben die Tifos auf diesen Tag gewartet. In meinen Augen haben sie den Titel verdient, auch wenn das Endspiel sicher nicht ihr bestes Spiel war.
 
Was war das für ein Finale. Zu Beginn gleich zwei Tore, die Verlängerung, der unsportliche Kopfstoß und Abschied von Zindine Zidane, das Elfmeterschießen. Was für eine Spannung. Dieses Finale war der Höhepunkt einer großartigen WM.
 
FIFA-Präsident Josef S. Blatter hat uns ein riesiges Kompliment gezollt. Er sprach von der besten WM aller Zeiten. Ich finde, der Präsident hat Recht. Deutschland hat sich über vier Wochen einzigartig präsentiert. Die Partymeilen, die Public Viewings, die Freudenfeste in und außerhalb der Stadien – so etwas hatte es nie zuvor gegeben. Alleine 500.000 feierten die deutsche Mannschaft am Sonntag in Berlin, als sich die Klinsmänner nach dem dritten Platz noch einmal den Fans präsentierte. Das hat noch einmal zusätzliche Sympathiepunkte gebracht, ganz Deutschland hat vier Wochen lang gefeiert und eine einzigartige Party erlebt.
 
Was bleibt von dieser WM? Ich hoffe, dass die Fußballfreude weiter unser Land bestimmen wird. Bereits Mitte August beginnt schon wieder die Bundesliga-Saison. Mit Schalke 04 haben wir, wie andere Teams der Liga auch, den Trainingsbetrieb schon wieder aufgenommen.
 
Ich wünsche Euch, liebe Freunde, feiert die WM noch ein bisschen nach, erhaltet Eure positive Grundstimmung, nehmt auch die gewisse Lockerheit mit in den Alltag. Dann werden wir weiter zusammen viel Spaß am Fußball und im Leben haben.
 
Herzlichst Euer Kevin Kuranyi
7月6日

Italien ist mein Favorit

Liebe Freunde,
 
wir sind mit Schalke bereits im Training, bereiten uns auf die neue Saison vor, die bereits am 11. August beginnt. Aber natürlich gibt es auch bei uns nur ein Thema: Die Spiele der WM, den Knaller Deutschland gegen Italien, den Sieg der Franzosen über Portugal, der mich nicht überrascht hat.
 
Das Spiel in Dortmund zwischen Deutschland und Italien, das ich live im Stadion verfolgt habe, war eines der besten Fußballspiele dieser WM. Beide wollten gewinnen. Beide spielten nach vorne. Beide bildeten eine kompakte Abwehr, beide gaben sich keine Blöße – bis zur 118. Minute. Das war überragend.
Ja, die Italiener hatten Angst vor dem Elfmeterschießen. Noch nie haben sie einen Shoutout  gewinnen können. Deshalb hat Trainer Lippi alles risikiert, Stürmer für Stürmer eingewechselt, zuletzt auch noch del Piero. Er hat all seine Kämpfer aus- und all seine Durchschlagskraft eingewechselt. Nach dem Motto: Steter Tropfen höhlt den Stein. Zum Schluss entschied ein einziger Fehler, als die deutschen Abwehrspieler weder Pirlo noch den Torschützen Grosso konsequent attackiert haben.
 
Wer denkt, ich hätte mißmutig, neidisch oder grollend auf der Tribüne gesessen, der liegt falsch. Ich habe mitgefiebert mit den Jungs und zum Schluß mitgelitten. Sie haben einen großen Kampf gezeigt, alles aus sich heraus geholt und letztlich großartiges geleistet. Das habe ich auch nach dem Schlußpfiff gespürt, als ich mich unter die Fans gemischt habe. Sie waren traurig, sie waren enttäuscht, aber sie waren nicht wütend. Sie haben akzeptiert, dass die Italiener großartig gespielt haben und zum Schluß nur ein Quentchen Glück gefehlt hat, um sich den Traum vom WM-Finale erfüllen zu können.
 
Ich zähle am Samstag auf die Jungs, dass die Party weitergeht. Dass sie noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um Platz drei zu erreichen und diesen tollen Fans in ganz Deutschland einen großen Abschied zeigen. Und am Sonntag vertraue ich den Italienern. Obwohl sich die Franzosen sensationell gesteigert haben, ist Italien mein Favorit. Und das nicht nur, weil sie Deutschland besiegt haben, sondern weil sie in diesem Spiel perfekten Fußball geboten haben.
7月3日

Ich fiebere im Deutschland-Trikot mit

Liebe Freunde,
 
auch wenn es mir verwehrt blieb, bei der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land, als Aktiver teilzunehmen, so bin ich dennoch genauso infiziert vom WM-Virus wie alle anderen. Das Spiel gegen Polen habe ich in Panama City in einem deutschen Restaurant verfolgt. Mein Freund Arranja Vazquez, ein ehemaliger Box-Weltmeister im Fliegengewicht, hatte mich eingeladen. Da saß ich dann wirklich im Deutschland-Trikot und habe mitgejubelt.
 
Zurück in Deutschland fasziniert mich die unglaubliche Begeisterung, diese noch nie da gewesene Euphorie noch mehr. Das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nie und nimmer erwartet. Es ist nicht nur die fantastische Stimmung in den Stadion. Es ist vielmehr als „Public Viewing“, das alls Grenzen sprengt. Zu den offiziellen 15 Fanfesten in unseren zwölf WM-Städten sind bisher über rund 13 (!) Millionen Menschen geströmt. Die Halbfinals, das große Finale sowie das Spiel um Rang drei stehen noch aus. Eine gigantische Zahl. Dabei wurden 2,5 (!) Millionen Liter Bier und 1,73 (!) Millionen Bratwürste verkauft. Liebe Freunde, was für astronomische Zahlen! Eigentlich unvorstellbar.
 
Wichtig auch, dass es bis auf ganz wenige Ausnahmen bei diesen Partys und bei allen Spielen in den Stadien und rund um die Spiele super friedlich abgelaufen ist. Alle meine Freunde sind nur unterwegs und feiern gemeinsam. Deutsche Siege natürlich etwas mehr als andere, das gebe ich gerne zu.
 
Gigantisch sind auch die Einschaltzahlen im deutschen Fernsehen. Bis zum Ende der WM, also in wenigen Tagen, werden mehr als 30 (!) Milliarden Menschen die Spiele in Deutschland auf der ganzen Welt mitverfolgt haben. Noch gigantischer sind die Zuwächse. Im Vergleich zur WM 2002 in Japan/Südkorea verzeichnen die TV-Anstalten eine Steigerung um 50 bis 70 Prozent. Und auch die Damen-Welt interessiert sich immer mehr für Fußball. Rund 40 Prozent aller Zuseher sind weiblich!
 

Kevin Kuranyi

全 33 枚中 1 枚目